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Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

vielleicht habt Ihr wahrgenommen, dass ich mich in den letzten Wochen ein wenig zurückgezogen habe.

Das hatte seinen Grund: Meine Frau und ich hatten uns mit Covid 19 infiziert und waren vier Wochen lang in häuslicher Quarantäne gefangen. Angefangen hat das Drama auf der Goldenen Hochzeit meiner Schwiegereltern im Niedersächsischen Elze (bei Hildesheim). Die Feier fand am Samstag, den 14. März, statt, genau einen Tag also, nachdem wir im Büro unsere räumliche Separierung beschlossen und umgesetzt haben. Zunächst fühlte sich alles recht normal an. Die Heimfahrt am Sonntag war unauffällig und auch die nächsten Tage erlebten wir recht problemfrei. Erst seit Mittwoch dem 18. März fühlten wir uns leicht kränklich, ohne jedoch zu wissen, was genau die Ursache war. Das änderte sich am darauffolgenden Samstag, als sich der Tischnachbar meiner Frau von der Goldenen Hochzeit telefonisch meldete und mitteilte, dass er positiv auf Corona getestet worden sei. Dann ging alles recht schnell. Meine Frau wurde noch am gleichen Wochenende getestet und bekam am selben Abend das Testergebnis: positiv. Ich und die Jungs wurden einige Tage später getestet. Mein Testergebnis fiel ebenfalls positiv aus, das der Jungs negativ (warum auch immer).

Zunächst gab es keinen Grund zur Sorge. Die Krankheit fühlte sich recht „lächerlich“ an. Klassische Symptome wie Gliederschmerzen, leichter Husten. Kein Fieber. Nach einer Woche änderte sich das Bild dann aber recht deutlich. Der Brustkorb zog sich zusammen, das Atmen fiel schwerer. Deutlich schwerer. Ich verbrachte meinen Tag damit, meine Atemfrequenz zu überprüfen und zu testen, ob ich möglicherweise ins Krankenhaus hätte aufgenommen werden müssen. Die Atemfrequenz war in Ordnung, das Luftholen war jedoch keine Selbstverständlichkeit mehr. Eine solche Situation schürt Ängste. Bei mir auch. Witzigerweise halfen mir abends manches Mal zwei schnell hintereinander getrunkene Flaschen Bier, um die Verkrampfung des Brustkorbs zu lockern. Jeden Morgen meldete sich eine Frau Knudsen vom Gesundheitsamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde in Rendsburg, die sich nach unseren Symptomen und dem Zustand der gesamten Familie erkundigte. Wir wurden verpflichtet, Tagebuch zu führen. Rechtliche Konsequenzen für die Nichteinhaltung der Vorgaben wurden angedroht. Eine irre Erfahrung, auf die ich wirklich gerne verzichtet hätte.

Seit einer Woche sind wir nunmehr aus der Quarantäne entlassen. Es geht uns soweit gut. Wir gelten als geheilt, schon lange nicht mehr infektiös und mittlerweile immun gegen das Virus. Das körperliche Leistungsvermögen ist zwar gefühlt bei „0 %“ angekommen, langsam geht es aber wieder bergauf. Ich versuche meine Kondition dadurch zu verbessern, dass ich täglich mit unserem Boxerrüden in das benachbarte Naturschutzgebiet gehe. Ab morgen geht es wieder auf`s Laufband, ab Montag in den Fitnesskeller.

Das ist meine Geschichte. Ich wollte diese Geschichte in dieser ungewöhnlichen und für uns alle schwierigen Zeit gerne mit Euch teilen. Am Montag werde ich wieder ins Büro kommen. Nochmal: Ich bin nicht infektiös. Ganz im Gegenteil. Derzeit bin ich der gefragteste Gast von allen. Ich kann niemanden anstecken und ich kann selbst auch nicht mehr angesteckt werden. Ich bin durch mit dem Thema. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darauf freue, Euch alle demnächst mal wiedersehen zu können. Im Büro werde ich mir die Freiheit nicht nehmen lassen, jeden einzelnen Sektor einmal gesondert zu „besuchen“. Ich darf das. Ihr nicht
:- ))

Genießt das bevorstehende Wochenende und haltet weiter durch. Wir Partner versuchen Euch so gut es geht zu schützen und wissen Eure Unterstützung in dieser Zeit unendlich zu schätzen.

Viele Grüße,
Knud

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